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Industrie · September 3, 2026

Erst die Datenarchitektur, dann die KI: +16 % Ressourceneffizienz

Ein Hersteller von Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen arbeitete mit einer Vielzahl nicht verbundener Tools, ohne einheitliche Datenstruktur und ohne festgelegte Digitalisierungs- und KI-Strategie. Gemeinsam entwickelte Roadmap, unternehmensweite Datenarchitektur und ausgerollte KI-Lösungen brachten 16% mehr Ressourceneffizienz.

Die Ausgangslage

Der Hersteller aus dem HKL-Segment hatte über Jahre für einzelne Aufgaben einzelne Werkzeuge eingeführt. Jedes für sich funktionierte, verbunden waren sie nicht. Dieselben Daten wurden mehrfach erfasst, Auswertungen entstanden in Tabellen neben den Systemen, und wer eine bereichsübergreifende Frage beantworten wollte, sammelte die Antwort manuell zusammen. An mehreren Stellen brach der Prozess an derselben Stelle wie die Systemlandschaft: Ein Vorgang wurde digital begonnen, in der Mitte auf Papier oder in eine Mail übergeben und danach erneut eingegeben. Eine einheitliche Datenstruktur, auf der sich Auswertungen oder Automatisierung aufbauen ließen, gab es nicht. Vor allem fehlte eine Digitalisierungs- und KI-Strategie. Ohne sie entschied jeder Bereich für sich, welches Werkzeug er einführt. Das erklärt beides: warum die Zahl der Tools wuchs und warum ihr Nutzen unter den Erwartungen blieb. Der Zusammenhang ist kein Einzelfall. Nach KfW Research nutzen 20 Prozent des Mittelstands KI, unter Unternehmen mit Digitalisierungsstrategie sind es 35 Prozent, ohne Digitalisierungsaktivitäten 19 Prozent.

Unser Ansatz

  • Workshops mit heterogen besetzten Teams, von der Geschäftsführung über IT und Bereichsleitung bis zu den Mitarbeitenden, die täglich mit den Werkzeugen arbeiten
  • Aufnahme der Prozessbrüche und Doppelerfassungen entlang der Wertschöpfung, gemeinsam mit den Fachbereichen
  • Entwicklung einer Digitalisierungs- und KI-Strategie mit priorisierter Roadmap: welche Lösung wann, mit welchem Ziel und welcher Voraussetzung
  • Aufbau einer unternehmensweiten Datenarchitektur und Verbesserung der Datenqualität als Grundlage für alles Weitere
  • Vernetzung der relevanten Systeme, sodass Daten einmal erfasst und mehrfach genutzt werden
  • Entwicklung, Pilotierung und Rollout von KI-Lösungen für ausgewählte Anwendungsfälle
  • Anpassung der betroffenen Prozesse, damit die neuen Lösungen im Tagesgeschäft tatsächlich genutzt werden

Das Ergebnis

Die Ressourceneffizienz stieg um 16 Prozent. Daten werden heute einmal erfasst und in den verbundenen Systemen weiterverwendet, die Prozessbrüche zwischen digital und analog sind an den bearbeiteten Stellen geschlossen, und die KI-Lösungen laufen im Regelbetrieb statt im Pilotstatus. Die Roadmap gibt dem Unternehmen darüber hinaus eine Grundlage, die es vorher nicht hatte. Mit einer belastbaren Datenbasis lassen sich Fragen angehen, die ohne sie nicht zu beantworten sind, etwa wie sich Anlagen im Feld verhalten und welche Services sich daraus für Kunden entwickeln lassen. Effizienz war bei diesem Projekt der Einstieg, nicht das Ziel.